Kreatives Informationsumfeld für Mediziner

Um die DataCreativityTools möglichst bedarfsgerecht zu entwickeln, haben wir uns bei potentiellen Nutzern nach ihrer kreativen Arbeitspraxis erkundigt. In einstündigen leitfadengestützten qualitativen Interviews wurden Mediziner zu ihrem beruflichen Informationsumfeld befragt.

Hier die Ergebnisse in Kürze:

Die medizinische Arbeitsumgebung ist geprägt von elektronischen Informationssystemen. Dennoch spielt der direkte Austausch unter Fachkollegen eine zentrale Rolle bei der Patientenversorgung und Forschung. Es gibt Bedarf an einfachem Zugang zu Forschungsdaten, allerdings werden neue Softwaretools wegen des Einabarbeitungsaufwands und fraglichen Nutzens mit Argwohn betrachtet. Eine entspannte, ruhige Atmosphäre und das regelmäßige persönliche Gespräch sind i.d.R. Voraussetzung für neue Ideen. Hilfsmittel, wie Whiteboards als auch Perspektiven aus anderen Fachrichtungen können die Kreativität unterstützen. Lesen von Fachartikeln empfinden die Befragten als kreativitätsfördernd. Die Skepsis gegenüber neuen Systemen und Methoden ist hoch und es gibt keinen besonderen Bedarf an technisch implementierten Problemlösungsmethoden, wie bspw. TRIZ.

Schlussfolgerungen für die Entwicklung der DataCreativityTools

Eine die Kreativität anregende Wissensumgebung wird aller Voraussicht nach eine größere Wirkung entfalten, als die Implementierung einer Kreativitäts- bzw. Problemlösungstechnik. Die Wissensumgebung soll die Forschungsdaten einbetten in ein fachliches (Faktendatenbanken, Wörterbücher, Fachliteratur,…), persönliches (z.B. Expertenverzeichnisse) und institutionelles (z.B. Projektdatenbanken) Umfeld. Bei der Modellierung der Wissensumgebung wird der Fokus stärker auf die Problemfindung (Hypothesenbidlung) als -lösung (Hypothesenverifzierung/-falsifizierung) gelegt.

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